BIOGRAFIE

,Brilliante Stimmführung’

Carmen, La Tragédie de Carmen, Landestheater Linz, Kronen Zeitung

Die britische Mezzosopranistin Sophie Kidwell wird in der deutschen, schweizerischen und österreichischen Presse für ihre „voluminöse, samtig-geschmeidige und elegante Stimme“ (Opera Gazet) gefeiert, die das Publikum „aufhorchen lässt“ (Das Opernmagazin). Die Badischen Neuesten Nachrichten bezeichnen sie als „einen Namen, den sich Opernfans merken sollten“. Sophie ist Gewinnerin des Wettbewerbs Young Welsh Singer of the Year 2024 sowie Preisträgerin des 43. Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs 2025.

Ab der Spielzeit 2026/27 gehört Sophie dem Solistenensemble der Bühnen Bern an. Dort debütiert sie als Donna Elvira (Don Giovanni), Lola (Cavalleria rusticana) und Amastre (Xerxes), übernimmt erneut die Partie der Flora (La Traviata) und wirkt als Ophelia IV in der Uraufführung von Sarah Nemtsovs Ophelias Flügel mit.

Carmen hat sich zu einer ihrer Paraderollen entwickelt: In den vergangenen vier Jahren sang Sophie die Titelpartie in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien und bislang in 30 Vorstellungen. Ihre professionelle Laufbahn als Carmen begann 2022 bei den Schlossfestspielen Ettlingen in Deutschland, gefolgt von der Titelpartie in der österreichischen Erstaufführung von La Tragédie de Carmen mit dem Bruckner Orchester am Landestheater Linz. In der Schweiz übernahm sie die Partie am Theater Basel sehr kurzfristig und sang sie anschließend bis zum Ende der Spielzeit mit dem Sinfonieorchester Basel. Zuletzt sprang sie für IF Opera in Großbritannien als Carmen ein, wo ihre Interpretation als „stimmlich wunderbar und rundum überzeugend“ und als „ein echter Gewinn für das Ensemble“ (Opera Scene) gelobt wurde.

Von 2023 bis 2025 war Sophie Mitglied des Internationalen Opernstudios OperAvenir am Theater Basel, wo sie umfangreiche Bühnenerfahrung sammelte. Neben Carmen hat sie auch die Rollen von Maddalena (Rigoletto, Verdi), Altsolistin (Requiem, Mozart), Flosshilde (Das Rheingold, Wagner), Grimgerde (Die Walküre, Wagner), Flosshilde (Götterdämmerung, Wagner), Flora (La Traviata, Verdi), Frédéric (Mignon, Thomas), Lucinda (Into the Woods, Sondheim) und Die Försterin (Das schlaue Füchslein, Janáček) gesungen.

In der 2025/26 Spielzeit gab Sophie ihr von der Opernwelt als „eindrücklich“ gewürdigtes Rollendebüt als Olga in Eugen Onegin am Theater Aachen sowie ihr von Forum Opéra Magazine als „elektrisierend“ bezeichnetes Hausdebüt an der Opéra de Lausanne als Maddalena in Rigoletto. Auf der Konzertbühne sang sie die Mezzosopran-Soli in Rossinis Petite Messe Solennelle, Elgars Music Makers im Stadtcasino Basel und Dvořáks Stabat Mater mit dem Berner Symphonieorchester.

Zu ihrem breit gefächertem Rollenrepertoire zählen außerdem Pauline (La Vie Parisienne, Offenbach) als Einspringerin am Stadttheater Bühnen Bern,  Mago (Rinaldo, Händel), Wanda (Wanda Walfisch, Wenzel), Plantina (Melusina, Kreutzer), Treszka (Ein Herbstmanöver, Kálmán), Lehrbube (Die Meistersinger von Nürnberg, Wagner) am Landestheater Linz, Hänsel (Hänsel und Gretel, Humperdinck), Cherubino und Marcellina (Le Nozze di Figaro, Mozart), Blumenmädchen (Parsifal, Wagner), Dorina (La Diavolessa, Galuppi), Ganymed (Die Schöne Galathée, von Supée), Erster Herr (Juliette, Martinů), Ottone (L'incoronazione di Poppea, Monteverdi), Aunt Norris (Mansfield Park, Dove), Orfeo (Orfeo & Euridice, Gluck) und Proserpina (Orfeo, Monteverdi). Aber auch im konzertanten Bereich hat Sophie bereits vielfältig gewirkt.

Zu ihren zahlreichen internationalen Konzertaufführungen, unter anderem in renommierten Veranstaltungsorten wie der Royal Festival Hall und der Royal Albert Hall, zählen verschiedene Bachkantaten, Bachs Weihnachtsoratorium, Beethovens Chorfantasie, Duruflés Requiem, Dvořáks Stabat Mater, Elgars Sea Pictures, Händels Messiah sowie Haydns Stabat Mater und Nelsonmesse.

Sophie schloss ihr Studium an der Durham University mit einem BA Hons in Combined Honours in Arts (Musik, Englische Literatur und Deutsch) ab. Sie war Stipendiatin der Samling Academy, wo sie mit führenden Persönlichkeiten des Royal Opera House arbeitete und ermutigt wurde, eine professionelle Karriere zu verfolgen. Anschließend zog sie nach Deutschland und absolvierte einen BMus in Gesang, gefolgt von einem MMus in Oper an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Marina Sandel. Während ihres Engagements am Landestheater Linz in der Spielzeit 2022-23 setzte Sophie ihr Masterstudium im Rahmen des ERASMUS-Programms an der Anton Bruckner Privatuniversität fort, wo sie in der Klasse der renommierten Mezzosopranistin Prof. Ruxandra Donose war, bei der sie weiterhin Unterricht nimmt.

Ihr Studium wurde großzügig durch die Ernst von Siemens Musikstiftung und das Deutschlandstipendium gefördert. Zudem war sie Stipendiatin des Programms Yehudi Menuhin Live Music Now e.V., im Rahmen dessen sie regelmäßig für Menschen in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Gefängnissen und Hospizen sang.

Sophie hat mit Dirigenten wie Ivor Bolton CBE, Giulio Cilona, Steven Devine, Ulrich Maier, Jonathan Nott, Olga Pavlu, Markus Poschner, Francesc Prat und Christopher Ward zusammengearbeitet. Zu den wichtigen Regisseuren, mit denen sie zusammengearbeitet hat, zählen Romeo Castellucci, Gregor Horres, Vincent Huguet, Benedikt von Peter, und Verena Stoiber.

Weitere wichtige Impulse erhielt sie bei Meisterkursen angesehener KünstlerInnen wie Anne-Sofie von Otter, Brigitte Fassbaender, Hedwig Fassbender, Dame Emma Kirkby, Roderick Williams, Sir Thomas Allen und Thomas Hampson. Des Weiteren war sie Teil der Liedklasse von Prof. Jan Philip Schulze, welcher sie künstlerisch nachhaltig prägte. ​

​Sophie ist ihren Lehrer*innen im Laufe der Jahre für immer dankbar: Dominic Barberi, Stephanie Bodsworth, Ruxandra Donose, Marina Sandel und Janet Williams.

,Mühelos.’ ‘Man staunte ob der flexiblen stimme dieser jungen sängerin.’

Das Opernmagazin, 2023